Ist „Kaffee“ ein Getränk, eine Pflanze, oder eine Frucht?


Jeder von uns ist es gewohnt, mit dem Wort Kaffee sowohl das Getränk, das wir so lieben, als auch die gerösteten
(und gegebenenfalls gemahlenen) Kaffeebohnen zu meinen.

Viele nennen auch die Früchte, von denen diese Bohnen stammen, und die Pflanze,

auf dem diese Früchte wachsen, auch Kaffee.

1. → Die Kaffee-Pflanze


Der Kaffee ist eine Pflanze, die sowohl als Baum als auch als Strauch in der Natur zu finden ist. In den Urwäldern in Äthiopien kann ihre Höhe bis zu 10 Meter reichen, wobei die Varietäten, die der Mensch zur Herstellung von Kaffee anpflanzt, normalerweise nicht höher als 2 Meter sind – damit man die Früchte pflücken kann.

Die Kaffeepflanze von der Art Arabica wächst ab 1.000 Meter Höhe über dem Meeresspiegel.

Zu der Gattung Kaffee (Coffea auf Latein) gehören über 200 Arten, aber heutzutage sind davon nur zwei für die Herstellung des Getränks Kaffee relevant – Arabica und Robusta.

Die Art, die ca. 70% der Kaffeeproduktion ausmacht – Arabica, ist weniger bitter, dafür fruchtiger und süßer, und wird daher für die noblere der zwei Arten gehalten. Leider ist sie nicht so resistent gegen unterschiedliche Pflanzenkrankheiten und hat striktere Standortansprüche. So kann sie nicht unter 900 Meter über dem Meeresspiegel wachsen und braucht sowohl fiel Feuchtigkeit als auch mäßige Lufttemperaturen. → Deshalb sind Arabica Bohnen oft teurer.

Die Vorteile der Art Robusta sind wiederum, dass sie mehr Koffein in der Bohne aufweist und die beliebte Crema auf dem Espresso bildet (das übrigens nicht alle als wohlschmeckend bezeichnen). Übrigens, Koffein wird so genannt, weil es zum ersten Mal in dem Kaffee nachgewiesen wurde.

2. → Die Kaffee-Frucht


Unabhängig der Art blühen die Pflanzen (normalerweise) ein Mal pro Jahr und nach ca. sechs bis zwölf Monaten ist die Kaffeekirsche bereit zum Pflücken.

In der Kaffeekirsche selbst befinden sich mehrere Schichten (unter anderem mit Fruchtfleisch) und darunter – zwei Steine, die wir auch Bohnen nennen.

Damit die Bohnen geröstet werden können, werden sie nach dem Pflücken über mehrere Stufen geschält und getrocknet, bis sie irgendwann nach Europa als grüne Kaffeebohnen (auch nur grüner Kaffee genannt) gelangen.

Manche Kaffeebohnen werden nach dem Verfahren „Honey“ – also ohne vorher gewaschen zu werden – getrocknet.

3. → Die Kaffeebohne und das Kaffeegetränk


Üblicherweise wird der grüne Kaffee in dem Land geröstet, wo er auch später als Getränk konsumiert wird. Der Kaffee, der in Deutschland zum Beispiel konsumiert wird, wird auch meistens hierzulande geröstet. Damit kann man die gerösteten Kaffeebohnen schnell nach der Röstung zubereiten und die entstehenden Aromen genießen, bevor sie entflohen sind.

Ab hier ist die Geschichte allen bekannt – wir kaufen uns die Kaffeebohnen entweder direkt beim Röster oder im Supermarkt, malen sie zuhause und machen daraus oft ein Espressomischgetränk (z.B. Cappucino), ein Cold Brew, oder eben einen Filterkaffee.

Also, was ist dann eigentlich Kaffee?


Man könnte alles, was oben genannt wurde, als Kaffee bezeichnen. Aber wenn du dich wirklich präzise ausdrücken willst, solltest du am liebsten von der Kaffeepflanze, der Kaffeekirsche, der Kaffeebohne und dem Kaffeegetränk (z.B. Espresso) reden. → Dann wird auch sofort jeder wissen, dass du dich mit der Materie gut auskennst.

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